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Tipps zum Planen eines Urlaubs mit dem Rollstuhl

Hier möchte ich vorstellen, wie man am besten einen Rolli-Urlaub plant und auch Tipps zu Hotels geben, die ich bereits getestet habe.

Zu den Hotel-Tipps

Wie plane ich einen Urlaub mit dem Rollstuhl?

Eine gute Planung ist immer wichtig, wenn man mit dem Rollstuhl verreist. Als erstes google ich immer nach dem Thema "Hotel rollstuhlgerecht" in dem Ort, wo ich hin möchte. Oft bietet auch die Internetseite der Stadt, die ich bereisen möchte, ein Unterkunftsverzeichnis, in dem ich angeben kann, dass ich eine rollstuhlgerechte oder rollstuhl-geeignete Unterkunft suche, wobei immer zu beachten ist, dass rollstuhl-geeignet und rollstuhlgerecht ein Unterschied ist. Rollstuhl-geeignet bedeutet nur, dass es keine Stufen oder Barrieren gibt, aber es gibt meist kein speziell ausgestattetes Bad.

Wenn ich derart nicht weiterkomme, maile ich die Touristeninformation an, die können immer weiterhelfen. Wichtig dabei ist anzugeben, was man genau braucht, ob spezielles Bad oder sogar Hilfsmittel, auch die Rollstuhlbreite für Fahrstühle und Türbreiten angeben.

Wenn ich ein interessantes Hotel gefunden habe, dann frage ich dort an mit der genauen Angabe meiner benötigten Anforderungen. Ich gebe immer meine Rollstuhlbreite für Fahrstühle und Türbreiten an, frage nach Haltegriffen an der Toilette, ob diese erhöht ist, ob es eine befahrbare Dusche gibt, und ob genügend Platz neben dem Bett ist, um einzusteigen, ein erhöhtes Bett wäre auch noch schön. Ganz wichtig ist, sich das dann reservierte rollstuhlgerecht oder rollstuhl-geeignete Zimmer schriftlich bestätigen zu lassen, denn ich bin schon des Öfteren reingefallen und dann war nicht dieses spezielle Zimmer reserviert und dann muss man etwas vorweisen können, um seine Buchung zu beweisen und auch ggf. Regressansprüche stellen zu können.

Auch wenn man Tickets für irgendeine Veranstaltung bucht, ist es wichtig anzugeben, dass man zwar Behindertentickets benötigt, aber im Rollstuhl sitzt, denn man hat mich bereits mit meinem Rolli mitten ins Parkett setzen wollen, da ich ja auch einfach nur blind sein könnte als Behinderung...

Den Fehler macht man einmal, dann weiß man Bescheid.

Mit der Bahn zu reisen ist auch eine Möglichkeit, eine Begleitperson für Rollstuhlfahrer, die ein "B" in ihrem Schwerbehindertenausweis haben, kann ohne Ticket mitfahren, in ganz Deutschland und in vielen europäischen Ländern. Dies erfährt man beim Mobilitätsservice der Bahn unter 01805/512512. Dort kann man auch die Ein- und Umstiegshilfe buchen, die es auf jedem ICE-Bahnhof Deutschlands für Rollstuhlfahrer gibt. Allerdings mit unterschiedlichen Servicezeiten, auch die muss man erfragen. Leider ist dieser Service nicht sehr zuverlässig, deshalb ist es immer wichtig, früh genug vorher da zu sein, und auch wenn man im Zug sitzt, nochmals den Schaffner zu bitten, am Ausstiegsort anzurufen, damit man auch wirklich ausgeladen wird. Diesen Service sollte man möglichst bis zu 3 Tage vor Reiseantritt buchen.

Seit einiger Zeit ist das Reisen als Rollstuhlfahrer mit Begleitperson in Deutschland, solange man Regionalbahnen benutzt, kostenfrei.

Bei Flugreisen muss der Rollstuhl immer bei der Buchung mit angegeben und die Verladung ins Flugzeug reserviert werden. Dabei muss man genaue Angaben zu Größe und Gewicht bzw. Faltbarkeit des Rollstuhls machen.

Das Parken in allen Parkhäusern der Köln/Bonner Flughafens ist übrigens für reisende Rollstuhlfahrer komplett kostenfrei. Allerdings muss man dazu bei der Parkhausaufsicht am Ausgang seine Boardingpässe und den Schwerbehindertenausweis zur Hand haben, um ein Ausfahrtticket zu erhalten.

Wenn man mit dem Auto fährt, sollte man seinen blauen Schwerbehindertenparkausweis nicht vergessen, der ist auch sinnvoll, wenn man einen Mietwagen am Urlaubsort bucht.

Als Packhilfe, um nichts zu vergessen, mache ich mir für jede Reise eine Excelliste, die ich dann Stück für Stück abhake, bis ich alles eingepackt habe.

Bei Fragen meldet Euch einfach bei mir.

Viel Spaß beim Reisen,

Britta